Physik-Spaß mit beschleunigter App

Strengwissenschaftler Messaufbau (CC-BY 3.0)
Strengwissenschaftler Messaufbau (CC-BY 3.0)

Diese App ist was für jedeN PhysiklehrerIn und jeden, der mal ein Kind ein Stündchen lang unterhalten und dabei etwas Physik beibringen will: SparkVue ist eine App, die die Beschleunigungssensoren von Smartphone beziehungsweise Tablet ausließt und zum Beispiel in Form einer Messkurve ausgibt. So macht Physik Spaß: Einfach mal das Handy aus einem Meter Höhe aufs Sofa fallen lassen oder sich mit ausgestrecktem Arm und dem Smartphone in der Hand im Kreis drehen. SparkVue kann die Beschleunigung als Funktion der Zeit plotten, alternativ eine Beschleunigungsanzeige in Form eines Tachos anzeigen und sogar die Messwerte als CSV-Datei exportieren.

Ich vermute, dass das mit Kindern und in der Schule echt Spaß macht – und für die junge Zielgruppe wesentlich interessanter ist, als mit irgendwelchem verstaubten Messaufbauten des Physikunterrichtsraums zu arbeiten. Also liebe Physik-LehrerInnen und Nerd-Eltern: Ran an die Physik-Apps! SparkVue gibt es für Android (kostenpflichtig) und für iOS (iPhone, iPad, iPod touch), in einer Grundvariante kostenlos und als Bezahlversion mit weiteren auslesbaren Sensor-Informationen.

Ich habe damit auch mal ein Stündchen rumgespielt. Da ich die aktuelle Anzeige des Testgeräts (hier iPad) mitfilmen wollte, habe ich mir eine etwas abenteuerliche Experiment-Halterung aus einem leeren Korb und einer iPhone-Halterung gebaut, um mit dem Handy die Anzeige des Tablets mitzufilmen. Ein bisschen Duct-Tape und fertig ist der Versuch. BTW: Kann man das Display eines iOS-Geräts irgendwie im Gerät selbst videograbben, während eine andere App läuft? Naja. Ich habe dann eine höchst professionelle Schaukel gebaut, um eine gedämpfte Schwingung einzufangen. Da meine Konstruktion allerdings so wackelig war und ich kein guter Schaukelschubser zu sein scheine, habe ich aber keine einfache sondern nur eine gekoppelte Überlagerung mehrer Schwingungen hinbekommen. Naja, das Prinzip wird jedenfalls klar.

Der zweite Versuchsteil war eine Drehung: Am ausgestreckten Arm erreicht man übrigens etwas knapp über 2g, ohne die Wohnungseinrichtung durch Torkelei zu beschädigen. Abschließend folgte der freie Fall, indem ich die gesamte Konstruktion hochwarf und wieder auffing. Ebenfalls etwas wackelig die Aufnahme, aber man erkennt die Beschleunigungsphase zu Beginn (Hochwerfen) und Ende (Auffangen) sowie die Schwerelosigkeit dazwischen. Zum Vergleich auch noch mal die kürzere Schwerelosigkeit beim Fallenlassen inklusive relativ sanfter Sofa-Landung. Die App muss ich unbedingt zu meinem nächsten Parabeflug mitnehmen. 😉

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